TATTOO 2012
von Do. 01.11.2012 bis So. 04.11.2012

 

Liebe Leserinnen und Leser,

wie jedes Jahr im November veranstaltet unser Vorsitzender des Kameradschaftsverbandes Ullrich Appelt, eine Reise nach Berlin zu dem internationalen Musikfestival von Militärkapellen.

46 Personen machten sich am frühen 1. Novembermorgen auf den Weg, eingestimmt täglich mit Liedern von Franz Niggemeier. Jeden Morgen las eine andere Frau eine Geschichte zum Nachdenken.

Zur Frühstückspause auf einem Rastplatz gab es ein Buffet mit Schnittchen und Kuchen auf Tischen, goldgelb dekoriert.

Erstes Ziel war die bedeutendste Grenzübergangsstelle der DDR Marienborn- heute die Gedenkstätte „Deutsche Teilung“. Zwischen 1985-1989 zum Beispiel wurden hier 35 Millionen Reisende abgefertigt. Ca. 1.000 Menschen arbeiteten in den Bereichen Passkontrolle und Zoll. Bei einer sehr authentischen Führung wurde uns vor Augen geführt, welchen Schikanen die Reisenden ausgesetzt waren. Die Schilderung tatsächlicher Begebenheiten machen traurig und rufen Betroffenheit hervor. Marienborn ist ein wichtiger Ort der Erinnerung und des Gedenkens.

Nach dem guten Mittagessen im Restaurant Schillingshof in Alleringersleben, ging die Fahrt weiter nach Berlin, wo wir wegen des starken Feierabendverkehrs später als geplant im „andel`s Hotel“ ankamen.

 

Am Freitag, 2. November wurden wir von OTL Köhnke zu einem Vortrag im Ministerium der Verteidigung empfangen. Er berichtete über die Geschichte des Bendlerblocks, die Planung der Aufnahme von Personal aus Bonn sowie die Anzahl und Verteilung der Auslandseinsätze, insbesondere mit Bezug auf Afghanistan. Nach dem Vortrag besichtigten wir das Ehrenmal der Bundeswehr. Es ist der zentrale Ort des Gedenkens der Toten und Gefallenen unserer Bundeswehr. Ullrich Appelt ließ einen Kranz niederlegen. Frau Sauerländer sprach bewegende Worte des Gedenkens. Herr Föhrs las den Text „Totengedenken 2012“ des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge. Im Anschluss daran blieb bei der Gedenkstätte des deutschen Widerstandes und im zugehörigen Museum noch etwas Besichtigungszeit.

Mit herbstlichem Sonnenschein am Nachmittag genossen wir Berliner Sehenswürdigkeiten bei einer Schifffahrt auf der Spree.

Die Zeit zur freien Verfügung begannen wir am Brandenburger Tor. Ganz in der Nähe konnte man das neu errichtete Denkmal für Sinti und Roma besuchen. Ein Bummel „Unter den Linden“ rundete den Nachmittag ab.

Den Abend verbrachten wir in den Zillestuben im Nikolaiviertel. Hier genossen wir ein wohlschmeckendes Abendbuffet, das mit einem „Hugo“ eröffnet wurde. Ein Berliner Unikum unterhielt uns mit seinen Liedern. Die Stimmung und der Applaus dabei war so gut, dass der Sänger nicht aufhörte weitere deutsche und sogar spanische Lieder gekonnt zum Besten zu geben.

 

Am Samstag, 3. November wurden wir erst am späten Vormittag im Alliiertenmuseum in Berlin-Dahlem erwartet. Zwei Damen führten uns engagiert und voller Wissen durch das Museum. Faszinierende Exponate dokumentieren die brisante Arbeit der alliierten Geheimdienste. Bei den älteren Teilnehmern wurden Erinnerungen wach, wie sie als Kinder Kontakt zu den alliierten Streitkräften hatten, sei es durch Geschenke wie Schokolade oder gesalzene Butter. Die Luftbrücke, ihre Organisation, die besondere Leistung und Opfer der Soldaten beeindruckten und verdeutlichten ihre Hilfsbereitschaft nach dem Krieg.

Danach begann die Freizeit am Bahnhof Zoo. Am Abend nahmen wir am Berliner TATOO 2012 in derO2-World Kulturarena teil.

Oberst Kirsch, Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, begrüßte die Gäste und überreichte einen Spendenscheck für das Soldatenhilfswerk an den Generalinspekteur der Bundeswehr.

Das Zentrum Militärmusik der Bundeswehr unter Führung von Oberst Schramm hatte die musikalische Leitung und garantierte musikalischen Genuss auf höchstem internationalem Niveau. 800 Akteure aus sieben befreundeten Streitkräften (Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Schottland und Schweden) waren in der Show zusammengekommen und boten in schillernden Uniformen und exakten Formationen mitreißende Märsche und beschwingte Musik.

Die bekannteste Militärformation Englands, die Band of Her Majesty`s Goldstream Guard, spielte mit ihren Bärenfellmützen, wie schon während der Hochzeit von Prinz William und Kate oder anlässlich des 85-jährigen Geburtstages der Queen, auf.

 

Am Sonntag 4. November nach dem Frühstück hatten wir die Möglichkeit zum Kirchgang, entweder im Berliner Dom oder in der St. Hedwigs-Kathedrale.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Schloss Sanssouci in Potsdam. Bei einer Führung besuchten wir die Schlossterrassen sowie das Grab Friedrich des Großen und bewunderten im Schloss die Bildergalerie italienischer und niederländischer Meister, den Marmorsaal und verschiedene andere prunkvolle Räume.

Den Abschluss der Berlinreise bildete das Abendessen im Kasino der Clausewitz-Kaserne in Burg .

Langer Beifall honorierte die engagierte und perfekte Organisation der Reise durch Ullrich Appelt.

Nochmals herzlichen Dank!

 

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