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kompanie 3/7

PzAufklKp 190

 

 

 

Canadian Force Base SHILO
– Ausbildungshighlight über zwei Jahrzehnte

Für die schweren Spähtrupps des Bataillons war SHILO seit 1976 absolut der Jahresausbildungshöhepunkt. Das „Aus“ kam im Jahr 1996 mit der vorgegebenen Neugliederung, wonach keine Kompanie mehr die geforderten 15 Kampfpanzerbesatzungen je einer SHILO-Kompanie stellen konnte. Damit war das Bataillon – oftmals auch als Leitverband fungierend – außen vor.

Der 10-stündige Flug-/Bustransfer (KÖLN-WINNIPEG-SHILO) wurde bereits genutzt, um die ersten Tage des insgesamt dreiwöchigen Aufenthaltes im Sinne des Auftrages zu gestalten. Einteilen auf die Unterkünfte, Übernahme der SHILO-Leoparden und Schießplanungen waren hier schon die Mittelpunktgespräche der Kompanie-Führungscrews. Materialübernahme, technischer Dienst sowie Erkundung der Schießbahn waren also stets das erste handwerkliche Programm.

Selbst den sogenannten "Alten Hasen" war die unendliche Weite, die sich schon und wieder während der Schießbahnerkundungen auftat, ein besonderer i-Punkt, besonders für den gesetzten Ausbildungsauftrag. Die Größe der Schießbahnen (SB) selber variierte bei der Vorgehtiefe von zwei bis zehn Kilometer und einer Breite bis zu vier Kilometern. Zwischen 20 und 90 Minuten lagen hier die Anmarschzeiten zu den Schießplätzen.

Nach dem Anschießen der Kampfpanzer folgten die ersten Schießübungen als Einzelpanzer und im Gruppenrahmen. Es war für alle Soldaten eine enorme Umstellung: Schießen ohne Anbindung an eine „Fahrspur“ und „Schießhalte“, wie es auf deutschen Schießplätzen nur erlaubt ist. So kam SHILO einer kriegsnahen Ausbildung in etwa gleich. Die zweite Schießwoche begann immer mit dem Gefechtsschießen im Spähtrupprahmen und verstärktem Spähtrupp.

Das „Bären-Wochenende“ (Gefechtsschießen in Bataillonsstärke, Bezeichnung „Bär“ nach dem Wappentier der Stadt Berlin, „schwarz“ für Panzer und „gelb“ für Panzeraufklärer) wurde wie immer am Freitag mit dem Vorüben für den „Schwarzen Bären“ eingeleitet. Das Schießen eines verstärkten Panzerbataillons folgte im scharfen Schuss am folgenden Tag.

Die Aufklärer erlegten ihren „Gelben Bären“ mit integrierten Panzergrenadieren und kanadischer Artillerieunterstützung am darauffolgenden Sonntag, im Rahmen eines Bataillonsgefechtschießens, wobei die SB „Berlin“ (Tiefe 10 km/Breite 4 km) voll genutzt und auch die Schießbahn Köln mit einbezogen wurde.

Das jährliche „Ausbildungshighlight“ wurde von den drei – in einer Schießperiode – übenden Panzer-, Panzeraufklärungs- und Panzergrenadierbataillonen stets mit Bravour abgeschlossen, wobei – ohne überheblich zu sein, aber mit „gold-gelben“ Stolz – die Aufklärer traditionsgemäß zeigten, dass gute Schießleistungen auch bei einem breit angelegten Gefechtsschießen selbstverständlich sind.

Ohne Verzug ging es hiernach zum „Blauen Bären“ (Abschluss Technischer Dienst) über. Nun hieß es nicht mehr „Panzer-Feuer“, sondern „Öl-Kanne, Putzlappen und Co“ bis zur Abnahme marsch.

Wegen der Härte des Dienstes soll die Betreuung ebenfalls erwähnt sein. Im Mittelpunkt standen die großen Betreuungsfahrten am ersten Wochenende, die ganz individuell von den Kompanien gestaltet wurden. Bis zu 2.600 km an einem Wochenende um „Land und Leute“ kennen zu lernen, waren keine Seltenheit.

Die Erkenntnis im Rucksack „SHILO, immer ein Erlebnis“ und etwas besonderes geleistet zu haben, flogen die Kompanien entspannt Richtung Heimat.

 

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